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Stell dir vor: Die Sonne sinkt hinter die Kaiserburg, das Kopfsteinpflaster leuchtet warm und in deinem Glas perlt ein frisch gezapftes Augustiner. Das ist der Moment, in dem die Zeit in der 'Schranke' ein kleines bisschen langsamer läuft. Wir sind mehr als nur ein Gasthaus – wir sind dein Treffpunkt für ehrliche fränkische Küche und echte Geselligkeit, direkt an einem der schönsten Plätze Nürnbergs. Doch bevor wir gemeinsam neue Erinnerungen schaffen, laden wir dich ein auf eine kleine Zeitreise durch unsere Mauern...

Historie

Eine bewegte Geschichte weist die Traditionsgaststätte Augustiner Zur Schranke auf. Die Historie reicht weit in die wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit der Stadt Nürnberg im ausgehenden 15. und 16. Jahrhundert zurück. Die Geschicke der Stadt wurden damals von führenden Handels- und Kaufmannsfamilien bestimmt, den sogenannten Patriziern. Weltberühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Adam Kraft und Veit Stoß, Humanisten wie Willibald Pirckheimer oder Philip Melanchthon und Wissenschaftler wie der Astronom Johannes Regiomontanus lebten und wirkten in der Stadt.

Kürzlich durchgeführte Untersuchungen lassen auf ein Baujahr 1545 schließen, Nutzung als Gaststätte wurde erstmals 1632 erwähnt, der Name „Zur Schranke“ 1641. Den Namen erhielt die Schranke von ebenjener, die den Verkehr am Tiergärtnertor regelte. Nürnberg lag damals an einem der großen Handelswege zwischen Prag und Paris, damals mussten die fahrenden Kaufleute bzw. ihre Fuhrwerke, die von allen Seiten in die Stadt strömten, ihre Waren verzollen. Ganz Nürnberg war mit Schranken bzw. Kettenstöcken durchzogen. Um 1470 zählte man 420 Ketten und Schranken.

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Das Gebäude Tiergärtnertor 3 südlich unterhalb der Burg in Nürnberg ist ein für die Zeit typisches dreigeschossiges Fachwerkhaus mit massivem Erdgeschoss. Das Kellergeschoss reicht über die Gebäudegrenzen Richtung Norden hinaus. Die ehemals zwei Gebäude wurden wohl im 17. Jahrhundert zu einem vereinigt und die Baulinie um fünf Meter zurückgenommen. Auf der ehemaligen Gemarkung ist jetzt der urige Biergarten mit einem der schönsten Rundumblicke auf historische Gebäude in Nürnberg.


Kurzzeitig hieß die Gaststätte „Zum goldenen Rößlein“, ein Stich von J.A. Delsenbach aus dem Jahr 1714 belegt dies. Ab 1900 war dann die „Schranke“ eines der bekanntesten und beliebtesten Lokale der Stadt. Es war nicht der verheerende Bombenangriff vom 2. Januar 1945, sondern das Lokal wurde bereits im August 1942 getroffen und bis zum Erdgeschoss zerstört.

Fritz Nadler schreibt in seinem Buch „Ich sah wie Nürnberg unterging“ über den damals schwersten Angriff: „Zertrümmert ist der Wehrgang beim Tiergärtnertor. Es züngeln Flammen Flammer heraus. (...) Und hier ...? Da stand doch gestern, für jeden der durchs Tiergärtnertor das Stadtinnere betrat, so behäbig, so ewig alt und doch immer neu, das Gasthaus zur Schranke, der malerische Fachwerkbau mit kreuz und quer durchs Gemäuer gezogenen Balken ... Es ist jammervoll, dieses Haus anzusehen. Es gleicht einem großen Vogelkäfig. Der Besitzer steht neben den Trümmern, ein Mann mit etwa 70 Jahren. Er und sein Sohn und sein Enkel haben sich mit Schaufeln und Pickel bewaffnet. Aber der Schreck der Nacht steckt ihnen noch in den Gliedern. Sie können noch keine Hand rühren. Und der alte Mann lispelt: Ja, wir müssen eben wieder anfangen – ganz von vorne ...!“

Dass die Außenmauer bzw. das Fachwerkgerüst den Bombenkrieg überstanden hat, war ein Glücksfall. So konnte die Fassade erhalten werden und in den 50er Jahren wieder aufgebaut werden.Ende der 70er Jahre wurde das Lokal dann von der Wirtsfamilie Gerber übernommen, die es 36 Jahre betrieb.​Im Jahr 2017 wurde das Traditionslokal „Zur Schranke“ über ein Jahr volständig entkernt und getreu den Auflagen des Denkmalschutzes komplett erneuert. Wobei die Täfelungen, die schon immer in der Schranke waren, auch wieder original eingebaut wurden.Die Gaststätte heißt seit knapp 400 Jahren „Zur Schranke“, aber aufgrund des lange Jahre dort ausgeschenkten Bamberger Rauchbiers nennen es die Nürnberg immer noch „Schlenkerla“.Ebenso ist das Gasthaus nicht am Dürer-Platz gelegen, sondern am Tiergärtnertorplatz, der fälschlicherweise oft als Dürer-Platz bezeichnet wird.Schließlich steht hier das Dürer-Haus. Der eigentliche Dürer-Platz ist tatsächlich rund 100 Meter weiter südlich, dort steht auch das Dürer-Denkmal. Hier sind auch die Eingänge zu den Felsenkellern, ehemalige Kühlkeller, die den ganzen Burgberg durchziehen.

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Adresse

Beim Tiergärtnertor 3
90403 Nürnberg

Öffnungszeiten

Mo - So: 11 - 23 Uhr

durchgehend warme Küche bis 22 Uhr

Kontakt

info@zurschranke.de

0911 / 99289650

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